

Bereits zwei Spieltage vor Abschluss der Saison feiern die Amtzeller Damen den Meistertitel in der Bezirksklasse.
Seit der Saison 2000/2001 spielen Lisa Röhl, Silvia Breyer, Madeleine Baumann und Lara Delle bereits zusammen. Vier Jahre lang ließen sie dabei den kleinen, weißen Zelluloidball in der höchsten Mädchenliga, der Verbandsklasse, über die Platte flitzen und wurden dabei einmal Neunte, einmal Sechste und in den vergangenen beiden Jahren jeweils Zweite. Zudem entführte das Quartett dreimal den Pokal des Bezirks Allgäu/Bodensee nach Amtzell und war auch in den Einzelwettbewerben mehr als erfolgreich. Zur Saison 2004/2005 suchte das Team um Trainer Bernd Röhl eine neue Herausforderung: „Dem Antrag, dass die Mädchen in der Damen-Bezirksklasse starten, wurde vom Verband aus stattgegeben.“ Dort schafften die „Mädchen-Damen“ so etwas, was man einen „glatten Durchmarsch“ nennt. Zwei Spieltage vor Schluss haben die Amtzellerinnen nun bereits die Meisterschaft in der Tasche. Röhls Hunger auf sportliche Erfolge ist mit dem Aufstieg noch nicht endgültig gestillt: „Die Bezirksliga soll nicht das Ende sein. Mein Ziel ist es, bis in zwei oder drei Jahren mit den Damen in der Landesliga zu spielen“.Zu den erfolgreichen Teammitgliedern gehört unter anderem Silvia Breyer (17). Die Gymnasiastin hat im zarten Alter von sieben Jahren erstmals einen Tischtennisschläger in die Hand genommen. „Zweimal die Woche wird trainiert“, erzählt Silvia Breyer, die vor fünf Jahren als letzte der vier jungen Damen zum SV Amtzell kam. Der von ihr geäußerte „Spaß, in diesem Team zusammen zu spielen“, wird auch von ihrer Mannschaftskollegin Madeleine Baumann (18) geteilt: „Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis und es passt vom Alter“. Als „cool“ beschreibt es die Schülerin des Wirtschaftsgymnasiums, in „so einem Team“ zu spielen - und Trainer Bernd Röhl ist laut ihren Worten „einfach mein Held“ und ein guter Berater. Vor allem im taktischen Bereich, sagt Madeleine Baumann, habe man bei den Damen umstellen müssen: „Der Unterschied zur Mädchenklasse ist abartig“.Was braucht es denn überhaupt für Fähigkeiten zum Tischtennis? „Ballgefühl“, sagt Lara Delle, „den Rest kann man sich antrainieren“. Trainingszeit hat die 16-jährige Gymnasiastin schon ziemlich viel hinter sich. Seit acht Jahren spielt sie den „schnellsten Ballsport der Welt“. Gibt’s auch noch andere Hobbys? „Nicht wirklich“, behauptet sie. Wobei Tischtennis spielen beim SV Amtzell auch Hüttenaufenthalte, Trainingslager und Zeltlager mit sich bringt. Praktisch „gentechnisch bedingt“ ist die Tischtennisleidenschaft bei Lisa Röhl (16) zu erklären. „Durch den Vater“ ist sie zum Tischtennis gekommen - und hat auch in den Einzel- und Mixed-Wettbettwerben auf baden-württembergischer Ebene schon zahlreiche gute Ergebnisse eingefahren. Den Abwerbungsversuchen anderer, höherklassiger spielender Vereine hat die Gymnasiastin bislang widerstanden. „Das ist auch ein Zeichen, das Lisa hier gesetzt hat und das zeigt, wie wohl sie sich hier fühlt“, sagt Vater und Trainer Bernd Röhl. Am diesem Spieltag ist nun auch für Lisa Röhl eine Epoche zu Ende gegangen: „Bisher habe ich es noch nie geschafft, mit der Mannschaft Meister zu werden. Es ist super, dass dies jetzt geklappt hat“. (Pressebericht von Susi Weber, Lokalredakteurin der Schwäbischen Zeitung)
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