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Badminton in seiner heute üblichen Form blickt auf eine über hundertjährige Geschichte zurück. In den alten Kochkulturen Ostasiens und im Mexiko der Azteken existierten jedoch bereits ähnliche Spiele.
Über die Urheberschaft und das genaue Datum des Spiels liegen unterschiedlich
e Angaben vor. Sicher ist jedenfalls, dass Badminton spätestens im Jahre 1870 das Licht der Welt erblickte. Ab wann der neue Sport allgemein unter dem Namen Badminton bekannt wurde, ist allerdings nicht bekannt. Der Name selbst leitete sich von dem adligen Geburtsort ab, denn der Landsitz des Herzogs von Beaufort heißt Badminton House. Aus einem heiteren Partyspiel entwickelte sich bald ein sportlicher Wettkampf, der aber auf die englische Oberschicht beschränkt blieb. 1893 kam es zur Gründung des englischen Badminton-Verbandes. 1899 wurde die erste All England Championships ausgetragen, die übrigens heute noch zu den wichtigsten Weltklasseturnieren dieser Sportart gehören mit dem Tennis-Ereignis in Wimbledon vergleichbar sind.
Nach dem ersten Weltkrieg fand Badminton vor allem in den englischen Kolonien Verbreitung. 1934 schlossen sich neun Verbände, darunter die von England, Irland, Schottland, Wales. Kanada und Neuseeland zur Internationalen Badminton Federation (IBF) zusammen.
Den Durchbruch zur Weltsportart schaffte Badminton aber erst nach 1945. Nach Kriegsende legten erneut englische Besatzungstruppen in vielen Ländern den Grundstein für die Popularisierung des Badmintonspiels. In der Weltspitze setzten zunächst die Dänen und Schweden der traditionellen Vorherrschaft der Engländer ein Ende, aber noch in den späten vierziger Jahren erwuchsen Spieler aus Thailand und Malaysia zu ebenbürtigen Gegnern.
Die Entwicklung eines preiswerten Kunststoffballs führte zur Verbreitung des Badmintonsports zunächst in West- und Mitteleuropa, Osteuropa folgte mit einigen Jahren Verspätung. In Asien hatten sich mittlerweile mit Indonesien und Japan zwei neue Großmächte etabliert. Die indonesischen Herren gewannen bei ihrem Debüt 1958 die Mannschaftsweltmeisterschaft der IBF und 1966 die Japanerinnen bei den Damen.
Mitte der sechziger Jahren betrat dann auch die Volksrepublik China die Welt-Bühne und setzte Fachleute in Ost und West in Erstaunen. Die bis dahin völlig unbekannten Spieler aus dem Reich der Mitte ließen anlässlich einer Europatournee den skandinavischen Stars nicht die geringste Chance. Aus dem schönen, fintenreichen Spiel war ein schneller, harter Sport geworden. Die Aufnahme Chinas in die IBF scheiterte jedoch an politischen Hindernissen, was dazu führte, dass die VR China und die anderen Verbände aus der dritten Welt im Jahr 1978 einen zweiten Weltverband, die World Badminton Federation(WBF), gründeten.
Im Mai 1981 beschlossen beide Verbände sich als International Badminton Federation (IBF) zusammen zu schliessen.
1979 führte die IBF den Status des Lizenzspielers, d.h. des Professionals, ein und gestattete die Abhaltung offener Turniere, an denen Amateure und Profis teilnehmen können. Seit 1992 ist Badminton eine olympische Disziplin, konnte den Status der Randsportart leider aber noch nicht überwinden.
Was ist denn nun der Unterschied zwischen Badminton und Federball?
- Das ist ganz schnell erklärt: Der Haupt-Unterschied ist der, dass man beim Badminton um Punkte spielt und versucht, den Gegner mit seinen Schlägen in Schwierigkeiten zu bringen und den Ballwechsel zu seinen Gunsten zu beenden, während man beim Federball das Gegenteil versucht: Nämlich den Ball möglichst oft hin und her zu spielen und möglichst lange Ballwechsel zu haben.