

Über die Vorgänge im Gründungsjahr 1948 liegen genau geführte Unterlagen vor, aus denen ersichtlich ist, dass am 06.09.1948 die Gründungsmitglieder Gebhard Lanz, Baptist Heine, Alfred Dieterle, Bruno Duller, Max Schellinger, Josef Schnell und Hermann Keckeisen (in der Reihenfolge der Unterzeichnung) bei der französischen Militärregierung um die Genehmigung Zur Abhaltung einer Versammlung zur Gründung eines Sportvereins Amtzell baten.
Vorgelegt werden mussten 7 Fragebogen, das vorläufige Vereinsstatut, eine Vereinsmitgliederliste und das Mobiliarverzeichnis. Vermögen war damals vorhanden: 1 Fußball, 11 Sportbekleidungen, Fußballstiefel und 12,- DM Kassenbestand.
Der Beauftragte des französischen Gouvernements erteilte diese Genehmigung am 04.11.1948. Die Gründungsversammlung wurde am 28.11.1948, 10.30 Uhr, in den Gasthof Adler, Amtzell, einberufen. Erschienen waren 60 Personen, wovon 53 (siehe Liste) dem Verein beitraten und stimmberechtigt waren. Die Leitung der Gründungsversammlung lag in den Händen von Max Schellinger. Die Versammlung beschloß die Gründung des Sportvereins Amtzell (48 Stimmen), die Vereinssatzung (50 Stimmen), und die Sparten Fußball, Leichtathletik, Wintersport, Tischtennis, die Gründung einer Jugendabteilung, sowie die Besetzung der Vorstandschaft und der Ausschüsse.
Am 31. August 1949 ging dann die Genehmigung dieser Beschlüsse durch das französische Gouvernement ein. Der Sportverein Amtzell wurde sodann als 350. Verein in das Sportvereinsregister von Würtemberg-Hohenzollern eingetragen. Die Lizenzgebühr von 15,- DM verschlang den gesamten Kassenbestand. Nach all diesen Formalitäten hatte die erste Vorstandschaft des neuen Vereins folgendes Bild:
1. Vorsitzender Max Schellinger
2. Vorsitzender Hermann Keckeisen
Kassierer Franz Schwarz
Schriftführer Josef Schnell
Fußballeiter Alfred Dieterle
Leichtathletikleiter Baptist Heine
Leiter für Wintersport, Tischtennis
und Jugendwart Meinrad Mager
Beratende Funktionen Franz Vogler und
Gebhard Zimmermann
Diesem Team stand Eugen Brehm hilfreich zur Seite. Er hat, obwohl nicht als Gründungsmitglied aufgeführt, in der Gründungszeit Wesentliches geleistet.
Dieser Text wurde 1973 von Walther Schmid im Rahmen des 25-jährigen Jubiläums festgehalten.
(Anm. der Redaktion)