Letztes Update: 26.01.2005
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60 Jahre SV Amtzell

20-06-08

VON: STEFAN THIEL

Sportverein kann auf 60 erfolgreiche Jahre blicken  

AMTZELL  Der Sportverein Amtzell mit rund 800 Mitgliedern und seinen Abteilungen Fußball, Tischtennis, Badminton und Breitensport, mit den Unterabteilungen Nordic Walking, Männer- und Kinderturnen, Gymnastik, Ski, Laufgruppe und Karate, bietet fast für jeden sportlichen Anspruch etwas. Im November kann der SV Amtzell sein 60-jähriges Bestehen feiern. Vielleicht wurde in Amtzell auch schon vor 1948 Sport betrieben, doch nach dem Zweiten Weltkrieg waren Sportvereine, wie generell alle Vereine, zunächst verboten. Am 6. September 1948 baten sieben an Sport interessierte Amtzeller Bürger bei der französischen Militärregierung darum, eine Versammlung für die Gründung eines Sportvereins abhalten zu dürfen, was am 4. November 1948 auch genehmigt wurde. Zur Gründungsversammlung nur drei Wochen später im "Gasthof Adler" kamen 60 Personen, von denen 53 als Gründungsmitglieder unterzeichneten.

 

Die offizielle Genehmigung ließ noch ein Jahr auf sich warten, bis zum 31. August 1949. Als 350. Verein wurden der SV Amtzell in das Sportvereinsregister Württemberg-Hohenzollern aufgenommen.

 

Das Vereinsvermögen bestand aus einem Fußball, elf Sportbekleidungen, Fußballstiefel und zwölf Mark Bargeld. Als die 15 Euro Lizenzgebühr bezahlt waren, war die Kasse leer. Wo damals gekickt und Sport betrieben wurde, das entzieht sich der Kenntnis der Verfasserin. 

In den Jahren 1970/71 wurde dann das Eggenbachstadion gebaut. Ein reines Fußballstadion am Ende des Ortes, eingerahmt von Bäumen und Büschen grenzt heute direkt an das Ländliche Schulzentrum und die Turnhalle. In die Jahre gekommen, wurde das Eggenbachstadion im vergangenen Jahr für 250 000 Euro saniert, und mit einer überdachten Tribüne, einer Weitsprunggrube und einer 100 Meter Tartanbahn ausgestattet. 

"Sportanlage für Jung und Alt"

Als Highlight ist in jüngster Zeit die "Sportanlage für Jung und Alt" im Hössel hinzugekommen. Ein reiner Trainingsplatz, mit Flutlicht, Umkleide- und Geräteraum, und einem kleinen Kiosk zur Bewirtung während des Trainings. Ein Beachvolleyballfeld, Boulebahn, eine einen Kilometer lange Finnenlaufbahn mit gehäckseltem Holzbelag und eine Spezialbahn für Sommereisstockschießen ergänzen das Angebot. Hössel ist ebenfalls am Ortsende gelegen, fußläufig nur wenige Minuten vom Eggenbachstadion und den Vereinsclubräumen entfernt. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad sollte man die Sportanlage auch ansteuern, denn PKW-Parkplätze gibt es nicht. 

"Die, Sportanlage für Jung und Alt' ist dem tollen Engagement und der guten Zusammenarbeit von unserem Vereinsvorsitzenden Detlef Morgenroth und Bürgermeister Paul Locherer zu verdanken", lobt Richard Trinks, lange Jahre Fußball-Jugendtrainer. Rund 4 500 Stunden an ehrenamtlicher Arbeit hat der SV in Hössel investiert, davon der Vereinsvorsitzende Morgenroth allein schon 700. Die Gemeinde stellte das Gelände zur Verfügung sowie 180 000 Euro Zuschuss. "Bei zwei aktiven und zwölf Jugendmannschaften, sowie der AH ist der Platz reihum belegt", erklärt Trinks, und fügt hinzu: "Der SV ist eine tolle Truppe, wir halten alle zusammen." 

(Erschienen: 17.06.2008) Auszug aus der SZ

 



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